- Stadtentwicklung und Verkehr -

Ideenwettbewerb Erdberger Lände abgeschlossen

v.li.n.re.: StR. DI Rudi Schicker, Dr. Bruno Ettenauer, Vorstand der CA Immobilien Anlagen AG, DI Klaus Vatter, Leiter der MA 21A, Foto: Christian FürthnerSchicker und CA Immo präsentieren Siegerprojekt

Die Preisträger des städtebaulichen Wettbewerbs für das Areal Erdberger Lände stehen fest: Unter dem Vorsitz von Architekt Prof. Carl Fingerhuth verlieh das Preisgericht den 1. Preis an das Wiener Architektenteam FROETSCHER LICHTENWAGNER / FREIMÜLLER SÖLLINGER – EGKK Landschaftsarchitektur.

Vertreter der Stadt Wien und der Areal-Eigentümerin CA Immo zeigten sich mit dem Verlauf des Wettbewerbs zufrieden. Stadtrat Rudi Schicker: “Der preisgekrönte Entwurf passt die neuen Nutzungen und Strukturen sensibel an die Umgebung an und orientiert sich an den Bedürfnissen der Menschen. Die Lage am Donaukanal ermöglicht ein neues Lebensgefühl. Wohnen, Arbeiten und Freizeit lassen sich hier optimal verknüpfen. Neue Wege durch das Areal machen die Erholungszone am Kanal und den Grünen Prater für die ErdbergerInnen besser erreichbar. So kann ein markanter und unverwechselbarer Stadtteil mit höchster Lebensqualität entstehen.”

Bezirksvorsteher Stellvertreter Rudolf Zabrana unterstrich den Stellenwert des Standorts in der Übergangszone der dicht bebauten Stadt zum Industriegürtel am Südufer des Donaukanals für Erdberg und die gesamte Stadt Wien: “Es gilt nun, mit diesem Wettbewerbsergebnis die Defizite der Stadtentwicklung der 80er- Jahre zu beseitigen, die Chancen, die sich damit eröffnen, zu nutzen und Erdberg den Weg zum Wasser und zum Prater zu öffnen.”

Das Kerngebiet des Wettbewerbs steht seit 2004 im Eigentum der CA Immo, die als Ausloberin des Verfahrens hohes Interesse an einer zukunftsträchtigen Nutzung des Areals hat. CA Immo-Vorstand Bruno Ettenauer: “Das Projektgelände blickt auf eine 100jährige Geschichte industrieller Nutzung zurück. Wir wollten mit diesem Ideenwettbewerb aktiv eine transparente und kooperative Diskussion über die nächsten 100 Jahre Erdberger Lände initiieren – eine Diskussion, in der die Interessen aller Beteiligten konstruktiv eingebunden werden sollen.”

Übergeordnete Aufgabenstellung des Wettbewerbs war die Findung einer sinnvollen zukunftsorientierten Nutzungsmischung aus Wohnen, Hotel, Büro und Einzelhandel, die in mehreren Etappen realisiert werden kann. Darüber hinaus galt es auch Fragen des Verkehrs, der sozialen Infrastruktur und der städtebaulichen Einordnung zu berücksichtigen. Der Zu- und Durchgang von den an das Areal angrenzenden Wohngebieten zu den Naherholungsbereichen Donaukanal und Grüner Prater sollte mit Geh- und Radwegen in ausreichender Weise gegeben sein.

Das rund 20 Hektar große Areal an der Erdberger Lände ist für die Stadt Wien aufgrund seiner infrastrukturellen Lage zwischen Wohn- und Naherholungsgebiet, aber auch als “Eingangssituation” in die Stadt Wien (Flughafenautobahn) von großer Bedeutung. “Daher war und ist es uns sehr wichtig , durch ein internationales Verfahren möglichst viele Fachmeinungen zu berücksichtigen. Dies ist bisher sehr gut gelungen, uns liegt nun eine robuste Grundlage für das sich anschließende Flächenwidmungsplanverfahren vor”, so Prof. Carl Fingerhuth, Vorsitzender des Preisgerichts .

Erdberg ans Wasser!

So lautet die Devise des Siegerprojekts, das die Erdberger Lände offensiv aufwerten und urbanisieren soll. Attraktive Erdgeschoß-Nutzungen sowie insbesondere die Verlangsamung des Verkehrs an der Lände (ampelgeregelte Übergänge) sollen aus der Verkehrsschneise einen urbanen und attraktiven Boulevard mit direktem Zugang zum Wasser machen. Das Konzept des Architektenteams FROETSCHER LICHTENWAGNER / FREIMÜLLER SÖLLINGER zeichnet sich durch einen sehr nutzerfreundlichen Ansatz aus. Es wird ein großes Gesamtkonzept definiert, aber auch günstige Voraussetzungen für eine vielfältige und spannungsreiche Gestaltung der einzelnen Teile geschaffen, in der der Lebensqualität der Anrainer große Aufmerksamkeit zukommt.

Der Siegerentwurf ist Grundlage für das sich anschließende Flächenwidmungsverfahren. In diesem Verfahren werden weitere Details der künftigen Nutzung erarbeitet und abschließend in einem rechtskräftigen Bebauungsplan festgehalten. Die Ergebnisse des Wettbewerbs sind ab 20. Mai jeweils Montag bis Mittwoch 9 – 12 Uhr und 13 – 17 Uhr, Donnerstag 13 – 19 Uhr und Freitag 9 -12 Uhr in der Wiener Gebietsbetreuung Stadterneuerung in 1030 Wien, Fiakerplatz 1 zu sehen sein.

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